Manchmal gibt es Zeiten in unserem Leben, in denen uns persönliche Probleme und/oder seelische Beschwerden zu sehr belasten, unsere Selbstheilungskräfte nicht mehr ausreichen, bisherige Strategien nicht mehr greifen und wir uns der Bewältigung und Überwindung unserer Schwierigkeiten nicht mehr gewachsen fühlen.  In diesen Phasen kann es sinnvoll und hilfreich sein, Begleitung und Unterstützung in einer Psychotherapie zu finden, um Entlastung zu erfahren, sich weiterzuentwickeln und um neue oder alternative Wege zu finden.

Eine psychotherapeutische Behandlung ist beispielsweise indiziert anzudenken, wenn

  • Depressionen, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, mangelnde Lebensfreude, Verzweiflung, Gedankenkreisen und/oder Erschöpfung etc. Sie plagen
  • Ängste, Zwänge oder Selbstzweifel Sie in Ihrer Alltagsgestaltung einschränken
  • Veränderungen, Verlust- oder Trauererlebnissen, schwere oder bedrohliche Erkrankungen, anhaltende Konflikte und Probleme und / oder erlittene Traumatisierungen Sie übermannen und Sie diese nicht ausreichend verarbeiten, lösen oder überwinden können
  • anhaltende körperliche Beschwerden, für die es keine ausreichend erklärbare körperliche bzw. medizinische Ursache gibt, Sie belasten
  • wenn sexuelle Probleme oder Einschränkungen Sie belasten
  • wenn Sie eine psychotherapeutische Begleitung und Beratung bei Fragen der Geschlechts- und der sexuellen Identität und der sexuellen Orientierung oder auf dem Weg der Transition wünschen
  • Sie in Ihrem Leben immer wieder in ähnliche Konflikt- oder Problemsituationen geraten und Sie keinen Ausweg finden. anhaltende körperliche Beschwerden, für die es keine ausreichend erklärbare körperliche bzw. medizinische Ursache gibt, Sie belasten

Psychotherapeutische Begleitung bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie

Zu dem Personenkreis der so genannten Transidenten / Transsexuellen / Transgender-Personen oder Trans* „gehören“ Menschen, die eine Geschlechtsinkongruenz erleben. Das bedeutet, dass die eigene Identität oder das (erlebte) Geschlecht nicht mit den biologischen Merkmalen übereinstimmen mit dem Gefühl, im „falschen Körper“ zu leben. Dies kann manchmal von begleitet sein.

Auch wenn die Transidentität / Transsexualität oder das Transgender-Dasein keine psychische Erkrankung oder Störung im eigentlichen Sinne darstellt, kann genau diese Diskrepanz als sehr belastend erlebt werden und manchmal auch von einem Gefühl der Geschlechtsdysphorie, von depressiven, ängstlichen oder sozial phobischen Symptomen begleitet werden. Es können beispielsweise Schwierigkeiten entstehen, sich selbst anzunehmen oder Fragen nach dem Umgang mit diesem Erleben auftauchen: „Wie möchte ich dies in mein Leben integrieren und damit umgehen?“. Wünsche oder das Bedürfnis nach einem Comingout oder sogar nach konkreten Veränderungen bspw. auf optischer und / oder körperlicher Ebene können auftauchen und zu Ängsten und Selbstzweifeln führen. Es kann, muss aber nicht, zu Konflikten mit der Familie, dem oder der Partner_in, dem sozialen oder beruflichen Umfeld und auch zu einem sogenannten Minoritätenstress kommen. Der Weg zu konkreten sozialrechtlichen oder medizinischen Anpassungen ist oftmals von zahlreichen Hürden und Schwierigkeiten begleitet, der zusätzlichen Stress verursachen kann.

In meiner psychotherapeutischen Arbeit wird es nicht darum gehen, die Transidentität in Frage zu stellen, sondern viel mehr Ihnen einen wertfreien Raum anzubieten, in dem Sie in Ihrem ganz individuellen und persönlichen Weg im Prozess der geschlechtlichen Identitätsfindung bzw. der Geschlechtsangleichung und Transition begleitet werden. Nachdem sich eine vertrauensvolle Atmosphäre und therapeutische Beziehung eingestellt hat, können Sie hier mit einer neutralen Person innere Fragen und Konflikte, belastende und auch positive Erfahrungen, Ängste, Sorgen, Zweifel, Hoffnungen etc. äußern und besprechen. Die Psychotherapie kann somit eine emotionale Entlastung ermöglichen, sodass Sie mit möglichen Irritationen und Herausforderungen nicht alleine sind.

Zudem stellt zurzeit eine psychotherapeutische Begleitung noch eine Voraussetzung für rechtliche Schritte im Rahmen des Transsexuellengesetzes (TSG), z. B. bei der Vornamens- oder der Personenstandsänderung sowie auch für die Genehmigung medizinischer Behandlungen, z.B. Hormonvergabe, Epilation, Mastektomie, sowie oder der geschlechtsangleichenden Operation dar. Die hierfür oftmals geforderten, entsprechenden psychotherapeutischen und gutachterlichen Stellungnahmen können in meiner Praxis auch im Laufe des Therapieprozesses besprochen und dementsprechend ausgestellt werden.

Mein Angebot richtet sich an Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr.

Die psychotherapeutischen Sitzungen finden im Einzelkontakt und in der Regel ein Mal wöchentlich mit einer Dauer von 50 Minuten statt.

Eine Kostenübernahme ist durch gesetzliche Krankenkassen sowie private Krankenversicherungen, hier gemäß Ihren Vertragsbedingungen, möglich.